Seit über 55 Jahren ermöglicht die Salzburger Hauskrankenpflege zahlreichen SalzburgerInnen weiter ein selbstbestimmtes Leben im eigenen Zuhause. Eine digitalisierte Pflegedokumentation soll administrative Tätigkeiten reduzieren und so mehr Zeit für die persönliche Betreuung der KlientInnen bringen.
Maria Seiler ist seit vielen Jahren in der Betreuung und Pflege für die Hauskrankenpflege Salzburg tätig. Im PULS-Interview erklärt die Diplomierte Gesunden- und Krankenpflegerin die Vorteile der aktuellen Digitalisierung und was Sie motiviert in diesem Beruf tätig zu sein.
Welche zentralen Aufgaben übernehmen Sie in der Hauskrankenpflege, und wie gestaltet sich Ihr Arbeitsalltag bei den Patientinnen und Patienten zu Hause/bzw. bei Betreutes Wohnen Vita Sana in Großgmain?
Seiler: Es geht zum einen um die medizinische und pflegerische Versorgung der KlientInnen, zusätzlich unterstützen wir Klienten dabei, Sicherheit im Umgang mit der Pflegesituation zu gewinnen, und stehen ihnen bei organisatorischen oder emotionalen Herausforderungen zur Seite. Mein Arbeitsalltag bei Betreutes Wohnen Vita Sana in Großgamin ist abwechslungsreich und oft sehr persönlich. Ziel ist es, Menschen dort Unterstützung zu bieten, wo sie gebraucht wird, und die Selbständigkeit so gut wie möglich zu erhalten. Jeder Kontakt bedeutet, in die individuelle Lebenswelt der Menschen einzutreten. Das schafft Nähe und Vertrauen, erfordert aber auch ein hohes Maß an Empathie und Professionalität.
Was motiviert Sie persönlich an Ihrer Tätigkeit in der Hauskrankenpflege, und welche Momente geben Ihnen besonders viel zurück?
Seiler: Mich motiviert vor allem die Sinnhaftigkeit meiner Arbeit. In der Hauskrankenpflege und auch im Betreuten Wohnen Vita Sana sehe ich unmittelbar, wie mein Einsatz das Leben einer KlientIn positiv beeinflusst – sei es durch medizinische Stabilität oder einfach durch das Gefühl, nicht allein zu sein. Besonders berührend sind die zwischenmenschlichen Momente: ein ehrliches Lächeln, ein vertrauensvolles Gespräch oder ein Einfaches „Schön, dass Sie da sind“. Auch kleine Fortschritte mitzuerleben und zu sehen, wie Menschen wieder mehr Lebensqualität gewinnen, gibt mir unglaublich viel zurück.
In Ihrer Einrichtung wurde kürzlich ein neues Digitalisierungsprojekt für die Pflegedokumentation gestartet. Worum geht es dabei genau, und welche Ziele werden damit verfolgt?
Seiler: Statt Papierdokumentation arbeiten wir in Zukunft mit digitalen Endgeräten direkt vor Ort bei den KlientInnen. Ziel des Projekts ist es, die Dokumentation effizienter, transparenter und sicherer zu gestalten. Informationen können in Echtzeit erfasst und sofort im Team geteilt werden. Das reduziert Fehlerquellen, erleichtert die Abstimmung mit Ärztinnen und Ärzten sowie anderen Berufsgruppen und spart wertvolle Zeit. Für die Qualität der Betreuung bringt das ebenfalls klare Vorteile: Veränderungen im Gesundheitszustand werden schneller erkannt und dokumentiert, Maßnahmen können zeitnah angepasst werden und wichtige Informationen gehen nicht verloren. Weniger Bürokratie bedeutet mehr Zeit für das Wesentliche – nämlich die persönliche Betreuung und Begleitung der Menschen.
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