Die Dornschlehe, auch Schlehdorn oder Schwarzdorn genannt, findet sich in Hecken, Gebüschen und an sonnigen Hügeln. Verwendet werden hauptsächlich die fälschlich auch „Akazienblüten“ benannten weißen Blüten, die als Wirkstoffe Zucker, Gerbstoffe und ein Nitrilglykosid enthalten. Seltener ist die Verwendung der Früchte als gelindes Abführmittel. Der aus den Blüten bereitete, etwas herb und zusammenziehend schmeckende Tee ist ein wohlbekanntes Abführ- und Blutreinigungsmittel, insbesondere bei Hautunreinigkeiten (ein Eßlöffel voll auf ¼ Liter Wasser). Besonders zu empfehlen ist er bei schmerzhafter oder krampfartiger Verstopfung. Pfarrer Kneipp sieht in Dornschlehe mit Faulbaumrinde und Rhabarber eines der besten Abführmittel (Faulbaumrinde und Rhabarber 5 bis 10 Minuten kochen, mit dem kochenden Absud Dornschlehe überbrühen und 10 Minuten ziehen lassen). Dieser Absud mit Honig oder Malz aufgekocht wirkt auch schleimlösend und ist bei Entzündung der Atmungsorgane sehr heilsam. Der Tee von getrockneten Beeren wird gegen Durchfall und Magenschwäche angewendet.
Die wichtigsten gesundheitlichen Aspekte der Schlehe:
Immunsystem: Aufgrund des hohen Vitamin-C-Gehalts stärken Schlehen die Abwehrkräfte und helfen bei Erkältungssymptomen.
Verdauung: Schlehen wirken leicht stopfend, was bei Durchfall helfen kann, und regen gleichzeitig den Appetit an. Sebastian Kneipp bezeichnete die Schlehenblüte als das „schuldloseste Abführmittel“.
Entzündungen: Schlehensaft oder -mus wird bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum sowie bei Blasenentzündungen eingesetzt.
Stärkung & Entgiftung: Sie wirken kräftigend bei Erschöpfungszuständen und unterstützen den Körper beim Entgiften.
Gerbstoffe: Die enthaltenen Gerbstoffe wirken adstringierend (schleimhautzusammenziehend), was bei Entzündungen hilft.


